Die Geschichte

Gründung des Unternehmens

Die Betriebsgründung datiert auf den 10.05.1909. Das Betriebsgrundstück an der Eichenstraße wurde von Otto Emil Hoppe (08.03.1871 – 13.05.1947) zum Zwecke der Landwirtschaft erworben.

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Die Kulturen in dieser Zeit waren hauptsächlich Gemüse und zu einem kleinen Teil Pflanzen. Vermarktet wurden die Erzeugnisse auf dem Wochenmarkt und aus dem eigenen Betrieb. In dieser Zeit wurde auf dem Hof Schweine und Hühner gehalten, die der eigenen Ernährung dienten.

In den 30 er Jahren tritt Otto Karl Hoppe (16.10.1898 – 27.06.1973) in den Betrieb ein und betreibt später zusammen mit seinem Bruder Alfred Hoppe die Gärtnerei. Ab 1940 bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde der Betrieb verpflichtet ausschließlich Gemüse anzubauen.

Es sollten jedoch auch Gemüsejungpflanzen erzeugt werden, wie z. B. Salatpflanzen, damit die Everstener Bevölkerung in ihren Gärten Gemüse heranziehen konnte, da auf Grund der Kriegswirren Lebensmittelknappheit herrschte. Das in der Gärtnerei erzeugte Gemüse musste an die Bezirksabgabestelle geliefert werden, ein freier Verkauf war untersagt. Nach der Währungsreform 1948 wurde dann die Produktion umgestellt und der Schwerpunkt lag nun auf der Produktion von Blumen und Pflanzen, den sog. Zierpflanzen. Der Verkauf wurde in erster Linie über den Direktabsatz und einen Stand in der Markthalle abgewickelt. Auch die Tierhaltung wurde nun eingestellt.

Die damalige Gärtnerei

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Ab 1950 wurde dann die Gemüseproduktion vollständig eingestellt und durch die Eröffnung eines Blumengeschäftes an der Ofener Straße kam ein zusätzlicher Absatzweg dazu und es wurden die klassischen Produkte wie Kranzbinderei, Blumensträuße aller Art und Hochzeitsfloristik angeboten.

Ladengeschäft & Wohnhaus 1974

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Betrieben wurde das Geschäft durch die Ehefrau von Otto Hoppe, Johanne Hoppe (20.06.1904 – 09.05.1976). 1961 übernahm der einzige Sohn Kurt Hoppe (geb. 28.09.1934) den Betrieb an der Eichenstraße und errichtete an der Ecke Eichenstraße/Blücherstraße das Blumengeschäft und ein Wohnhaus für ihn und seine Frau Meike.

1965 war durch den Neubau an der Eichenstraße die Filiale an der Ofener Straße nicht mehr notwendig und wurde geschlossen und der Verkauf fand ausschließlich an der Eichenstraße statt. In dieser Zeit wurde kräftig investiert und nach und nach entstanden die Gewächshäuser auf dem Betriebsgrundstück. Die vergrößerte Gewächshausfläche bot nun die Möglichkeit des Anbaues von verschiedenen Schnittblumen.

Somit erweiterte sich die eigenerzeugte Produktpalette erheblich. Es war nun möglich, unabhängig von der Angebotslage, Blumen anzubieten, die sonst schwer zu beschaffen waren. Neben Tulpen, Narzissen, Iris und Chrysanthemen wurden Gerbera und Rosen angebaut. Ergänzt wurde das Sortiment durch Topfpflanzen wie Azaleen, Cyclamen, Begonien und Hortensien. Auch das Angebot von Sommerblumen für die Beet- und Balkonbepflanzung wurde aufgenommen und direkt aus der Gärtnerei verkauft.

Luftbild ca. 1975

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Im Jahre 1970 wurde ein Verkaufsgewächshaus an das bestehende Ladengeschäft gebaut. An der Eichenstraße entstand im Jahre 1980 ein weiteres Gewächshaus, für den Verkauf von Sommerblumen.

Erweiterung 1985

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Hier wurde dann auch der charakteristische Geranienbogen aufgebaut und war fortan aus dem Blick auf die Gärtnerei nicht mehr wegzudenken. Eine größere Baumaßnahme wurde dann 1988 durchgeführt, an der Blücherstraße entstand ein modernes Gewächshaus welches an das bestehende Ladengeschäft anschloss und nun eine Verkaufsfläche von über 400 m² bot.

1998 wurde der Betrieb, Blumengeschäft und Gärtnerei an den Sohn Knut Hoppe übertragen. Ein großer Teil des Gärtnereibetriebes wurde im Jahre 1999 energetisch saniert und durch den Einbau von Tischen für den Kunden saisonal zugänglich gemacht. Durch die Erneuerung der Ladeneinrichtung wurde dem Ladengeschäft eine zeitgemäße Ausstattung gegeben.